HELENE WEIGEL und mehr Filme über außergewöhnliche Frauen beim 41. DOK.fest München
Foto aus HELENE WEIGEL – REVOLUTIONÄRIN IM RAMPENLICHT (c) Neue Visionen
Das 41. DOK.fest München präsentiert in der Reihe „HerStory“ neun Dokumentarfilme über das Leben und Wirken außergewöhnlicher Frauen. Darunter ist Helene Weigel (1900 – 1971), die legendäre Schauspielerin, Theater-Intendantin und Ehefrau Bertolt Brechts: Maria Wischnewskis Film HELENE WEIGEL – REVOLUTIONÄRIN IM RAMPENLICHT erzählt von der jüdischen Frau aus Wien, die Anfang der 1920er Jahre in Berlin mit explosivem Stil zum Theaterstar aufstieg und später Intendantin des Berliner Ensembles wurde. Der Film ist auch ein Porträt der künstlerisch-intellektuellen Symbiose zwischen Helene Weigel und Bertolt Brecht. Ihre Briefe werden von Birgit Minichmayr und August Diehl gelesen. Der Film feiert am 8. Mai um 18 Uhr im Deutschen Theater Weltpremiere, in Anwesenheit Filmschaffender und Angehöriger der Familie Brecht.
In der Reihe „HerStory – Filme über furchtlose Frauen“ läuft auch der hybride Film, der das 41. DOK.fest München am 6. Mai im Deutschen Theater eröffnet: INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR. Darin verkörpert Sandra Hüller die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann, woraus ein intensives Porträt einer Autorin entsteht, die sich gegen die Verhältnisse ihrer Zeit behauptet (Regie: Regina Schilling, Deutschland, Österreich 2026, mehr Infos). Barbora Hollan porträtiert in I FOLLOW RIVERS die Weltklasse-Kajakfahrerin und zweifache Mutter Mariann Sæther, die den Spagat zwischen Familienleben und lebensgefährlichem Extremsport meistern will (Norwegen 2026).
In WAS AN EMPFINDSAMKEIT BLEIBT kehrt die Münchner Filmemacherin Daniela Magnani Hüller vierzehn Jahre, nachdem sie einen versuchten Femizid überlebt hat, zu den Menschen und Momenten von damals zurück (Deutschland 2026). Auch die israelische Regisseurin Livi Kessel ist knapp einem Femizid entkommen. In OUT AT SIX zeichnet sie nach, wie ihre Beziehung mit einem Gewalttäter sechs der acht klassischen Eskalationsphasen durchlief, die in der Regel einem Femizid vorausgehen (Israel 2025). Außerdem läuft der Film SILENCED: Nachdem #MeToo das kulturelle Schweigen über geschlechtsspezifische Gewalt gebrochen hat, kämpft die internationale Menschenrechtsanwältin Jennifer Robinson gegen die Instrumentalisierung von Verleumdungsgesetzen, mit denen Überlebende zum Schweigen gebracht werden sollen (Regie: Selina Miles, Australien 2025).
BARBARA FOREVER ist ein Porträt von Barbara Hammer, einer visuellen Poetin und Pionierin des lesbischen Experimentalfilms (Regie: Brydie O'Connor, USA 2026). In SINGING WINGS macht die Kurdin KhadijahKaveh die Rettung einer Störchin zu ihrer Mission (Regie: Hemen Khaledi, Belgien, Georgien, Iran 2025). EISFRAUEN rückt mit Josephine Peary, Ada Blackjack und Louise Arner Boyd drei Frauen in den Fokus, deren Leistungen für Polarexpeditionen lange übersehen wurden – ein eindrucksvoller Blick in Archive und Eislandschaften (Regie: Jens Becker, Dorothea Braun, Deutschland 2026).
Das gesamte Programm des 41. DOK.fest München verkünden wir am 15. April. Am 28. April stellen wir es auf unserer Pressekonferenz vor (11 Uhr, HFF München, Bernd-Eichinger-Platz 1).
Das Festival findet vom 6. bis 18. Mai in Münchner Kinos und Sonderspielorten statt. Online und deutschlandweit sind die allermeisten Festivalfilme vom 11. bis 25. Mai zu sehen.
Alle Termine in der Übersicht:
Dienstag, 28. April 2026: Pressekonferenz (HFF München, 11 Uhr)
Mittwoch, 6. Mai 2026: Eröffnungsfeier des 41. DOK.fest München (Deutsches Theater, auf Einladung)
Freitag, 8. Mai 2026: Verleihung des all inclusive Awards (Münchner Kammerspiele, Therese-Giehse-Saal, 19 Uhr)
Sonntag, 10. Mai 2026: Verleihung des Deutschen Dokumentarfilm-Musikpreises (HFF München, 20 Uhr)
Samstag, 16. Mai 2026: Preisverleihung des 41. DOK.fest München
Montag, 18. Mai 2026: Finissage des 41. DOK.fest München