Die Schule des Sehens, das Herzstück von DOK.education,war auch in diesem Jahr ein großer Erfolg: In der HFF, im Gasteig HP8 und in der Pasinger Fabrik waren insgesamt 1.225 Schüler*innen zu Gast. Sie erlebten jeweils einen kurzen, altersgerechten Dokumentarfilm und blickten im anschließenden Workshop hinter die Kulissen des Filmschaffens. Dabei erfuhren sie, wie Filmschaffende Wirklichkeit künstlerisch gestalten.
In der erstmals stattfindenden Schule des Hörens setzte sich das junge Publikum mit Musik und Sounddesign im Dokumentarfilm auseinander. Ein Filmkomponist und ein Musiker begleiteten den Workshop, bei dem der Film MARIAN UND DIE WALDRAPPE gezeigt wurde.
Ab sofort können Lehrkräfte die Schule des Sehens und die Schule des Hörens auch eigenständig im Unterricht anbieten: Die Online-Kinosäle von DOK.education stehen noch bis Ende des Schuljahres zur Verfügung. Eine kostenfreie Online-Fortbildung am 13. Juni führt Lehrkräfte in die Nutzung der Online-Kinosäle im Unterricht ein (Anmeldung unter www.dokfest-muenchen.de/SchuleDesSehens2026_Anmeldung).
Dokumentarfilmwettbewerb für junge Menschen
Anna Hofer und Kathi Seemann (DOK.education, links) mit Gewinner*innen und Jurymitgliedern des Dokumentarfilmwettbewerbs für junge Menschen (c) DOK.fest München
DOK.education rückte auch in diesem Jahr den filmischen Nachwuchs ins Rampenlicht: Zur Preisverleihung des 12. Dokumentarfilmwettbewerbs für junge Menschen reisten Kinder und Familien aus ganz Bayern an. Im fast ausverkauften Kinosaal der HFF München feierte das Publikum die Preisträger*innen und ihre Filme. Die ausgezeichneten Werke waren auf großer Leinwand zu sehen und sind ab sofort auf der Webseite von DOK.education verfügbar.
Das sind die Preisträger*innen des Dokumentarfilmwettbewerbs für junge Menschen:
Preis für 6- bis 11-Jährige, dotiert mit 200 Euro ÜBERLEBT – EINE WELT OHNE WLAN der Moviebande aus Nördlingen
1. Preis der Hauptkategorie, dotiert mit 400 Euro VERSTRICKTE WURZELN von Dilara Bozdag, Anita-Augspurg-Berufsoberschule München
2. Preis der Hauptkategorie, dotiert mit 300 Euro DAS UNSICHTBARE BAND von Oscar Liang, Lise-Meitner-Gymnasium Unterhaching
3. Preis der Hauptkategorie, dotiert mit 200 Euro FINDING FLOW IN THE FIGHT von Lorenz Nägele, ehemals FOSBOS Augsburg
Lobende Erwähnung der Jury TAUBE WIESN: AUF DER SUCHE NACH DER DEAF COMMUNITY von Benjamin Pflugfelder und Mika Schorer, Samuel-Heinicke-Realschule München
Ausstellung und Makerspace
Workshop-Teilnehmer Elias Bodendorf und Dennis Fell-Hernandez mit dem DOK.education-Team bei der Ausstellungseröffnung (c) DOK.fest München
Am vergangenen Freitag eröffnete im PIXEL – Raum für Medien, Kultur und Partizipation die inklusive Ausstellung „Ich seh’ etwas was du nicht siehst: Kulturorte in München“. Gezeigt werden vier kurze Dokumentarfilme von jungen Filmschaffenden mit und ohne Behinderungen, die an vier wichtigen Kulturorten der Stadt München gedreht wurden und Fragen nach der Relevanz und Zugänglichkeit von Kultur stellen.
Am Samstag leiteten Elias Bodendorf, Regisseur des Films KUNST ZUM ANFASSEN, und sein Bruder Serafin Bodendorf (Medienzentrum München / JFF) im Rahmen der Ausstellung einen inklusiven Makerspace zum Thema Video Editing. Kinder und junge Erwachsene mit und ohne Behinderungen konnten verschiedene Schnittprogramme ausprobieren und kleine Filme drehen. Die Ausstellung ist noch bis zum 24. Mai geöffnet.
PIXEL – Raum für Medien, Kultur und Partizipation Rosenheimer Str. 5, 81667 München Dienstag & Donnerstag, 13.00–15.00 Uhr Samstag & Sonntag, 10.00–12.00 Uhr Eintritt frei
Der HISTORY-AWARD 2026
Bei der Verleihung des HISTORY-AWARD: Melina Hoischen (5.v.l.) und Nina Eichinger (r.) mit dem Gewinnerteam (c) Gert Krautbauer für THE HISTORY CHANNEL
Am 12. Mai richtete DOK.education die Preisverleihung für den 14. HISTORY-AWARD aus. Das Motto lautete „Sei ein Mensch“. Ob Spielfilm, Trickfilm, Dokumentarfilm, Interview oder hybrides Format: Schüler*innen aller Altersstufen und Schularten waren eingeladen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. 34 Projekte aus Deutschland und Österreich wurden eingereicht.
Durch die Veranstaltung führte Moderatorin Nina Eichinger. Zu den Gratulant*innen gehörten außerdem Influencerin Melina Hoischen („Miss History“), die in diesem Jahr gemeinsam mit Marcel Reif die Schirmherrschaft übernommen hatte, Kathrin Palesch (Geschäftsführerin von Hearst Networks Germany) sowie die Mitglieder der HISTORY-AWARD-Jury Maya Reichert (Stellvertretende Festivalleitung DOK.fest München), Helmut Markwort (Journalist und Medienunternehmer), Niko Lamprecht (Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands e.V.), Prof. Dr. Johannes Moser (LMU München), Florian Kraus (Landeshauptstadt München) und der Historiker Dr. Sascha Priester. Zu den prominenten Gästen zählten Michaela May und Rainer Langhans.
Den ersten Platz belegten die Schüler*innen der Realschule Hildesheim. Sie setzten sich mit ihrem Beitrag „Unsere Entscheidung: Mensch sein“ durch. Der zweite Platz ging an „Häftling 1407 Stolperstein“ von Schüler*innen der Wilhelm-Leuschner-Schule Niestetal. Den dritten Platz belegte „WIR“ von Schüler*innen der Mittelschule Kettenbrücke Innsbruck. Die Preisträger*innen durften einen spannenden Tag an der HFF München verbringen: mit einer Filmvorführung und einer Schnupperstunde Filmanalyse mit Michael Wolf (HFF macht Schule).
Workshop-Rahmenprogramm
Beim Trickfilm-Workshop (c) DOK.fest München
DOK.education bot außerdem ein vielseitiges Workshop-Programm für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an. Im Workshop „Next Level Storytelling: Filme machen mit KI“ mit Michael Wolf produzierten die Teilnehmenden KI-generierte Videos. In einem Trickfilm-Workshop in Kooperation mit Ciné Vélo Cité und dem NS-Dokumentationszentrum erstellten Kinder und Jugendliche eigene Trickfilme zum Thema „Meine Rechte“. Den Abschluss bildete eine Filmpräsentation mit anschließenden Filmgesprächen im NS-Dokumentationszentrum.