PRESSEMITTEILUNG

19. März 2026

Die Iranerin Atena Eshtiaghi gewinnt zum zweiten Mal den Deutschen Dokumentarfilm-Musikpreis

Die iranische Komponistin Atena Eshtiaghi gewinnt mit MATERIA PRIMA den Deutschen Dokumentarfilm-Musikpreis 2026. Sie erhält den Preis zum zweiten Mal nach 2024, als sie mit MY STOLEN PLANET ausgezeichnet wurde. Der Deutsche Dokumentarfilm-Musikpreis wird von der Versicherungskammer Kulturstiftung gestiftet und ist mit 5.000 Euro dotiert. Das Festival würdigt mit diesem in Deutschland einzigartigen Preis die künstlerische Bedeutung von Musik in Dokumentarfilmen. Der diesjährige Gewinnerfilm MATERIA PRIMA von Regisseur Jens Schanze feiert Deutschlandpremiere beim 41. DOK.fest München (im Kino: 6. bis 18. Mai, online: 11. bis 25. Mai).

Zum Film MATERIA PRIMA: Europäische und chinesische Konsortien wollen in der größten Salzwüste Boliviens Lithium abbauen: das „weiße Gold" der Energiewende. Der Film begleitet Verhandlungen der staatlichen Firma YLB mit europäischen Firmenvertreter*innen, aber auch den Widerstand indigener Gemeinschaften, die um Wasser, Umwelt, Quinoa-Anbau und die mythologische Bedeutung des Tunupa-Vulkans fürchten.

Aus der Jurybegründung: „Die Musik fungiert als eigenständige narrative Kraft, die den Film sensibel begleitet und zugleich dramaturgisch präzise erweitert. Immer wieder schält sie sich organisch aus dem Sounddesign heraus und verbindet sich nahtlos mit der Bildsprache. Mit feinem Gespür vermittelt sie emotionale Nuancen – mal zart und zurückhaltend, mal prägnant und eindringlich. Gerade diese Balance aus Subtilität und Ausdruckskraft hebt den Film in seiner Gesamtwirkung spürbar auf eine höhere Ebene.“

Die Jury bildeten die Vorjahresgewinnerin Mirjam Skal (Musikerin und Komponistin), Anke Petersen (Filmproduzentin), Yulia Lokshina (Regisseurin), Victor Gangl (Filmkomponist) und Dominik Giesriegl (Filmkomponist).

Zur Preisträgerin: Die iranische Cellistin und Filmkomponistin Atena Eshtiaghi, Jahrgang 1989, hat klassische Musik am Tehran Conservatory of Music studiert. Daneben hat sie sich mit persischer Musik, Electro und Jazz beschäftigt. Seit 2007 ist sie als Solistin und Orchestermusikerin tätig, unter anderem für das Tehran Symphony Orchestra und das Iran National Orchestra. Als Filmkomponistin hat sie unter anderem den Score zu Pegah Ahangaranis preisgekröntem Dokumentar-Kurzfilm I'M TRYING TO REMEMBER und zu ENDLESS BORDERS geschrieben. Mit MY STOLEN PLANET gewann sie 2024 zum ersten Mal den Deutschen Dokumentarfilm-Musikpreis beim DOK.fest München. Atena Eshtiaghi lebt in Hamburg. Hier hat sie mit der Pianistin Clara Haberkamp das Duo Azadi gegründet. Außerdem arbeitet sie zurzeit mit der Sängerin und Komponistin Golnar Shahyar zusammen.

Der Deutsche Dokumentarfilm-Musikpreis wird bei einer feierlichen Preisverleihung mit Film-Screening am Sonntag, 10. Mai um 20 Uhr an der HFF München verliehen.

Foto aus MARTERIA PRIMA (c) Börres Weiffenbach

Alle Termine des 41. DOK.fest München in der Übersicht:

Dienstag, 28. April 2026: Pressekonferenz

Mittwoch, 6. Mai 2026: Eröffnungsfeier (auf Einladung)

Sonntag, 10. Mai 2026: Verleihung Deutscher Dokumentarfilm-Musikpreis

Samstag, 16. Mai 2026: Preisverleihung 

Montag, 18. Mai 2026: Finissage des 41. DOK.fest München

11. bis 25. Mai 2026: DOK.fest München @home

Pressekontakt:

Dr. Dominik Petzold
Leitung Presse
petzold@dokfest-muenchen.de

Natalia Blaskovic
press@dokfest-muenchen.de

Veronika Beck 
press2@dokfest-muenchen.de

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